Epigenetik

Gene sind die Noten, du bist der Spieler. Lerne, wie du deinen Lebensstil so verändern kannst, dass dein Leben zu einer wohlklingenden Melodie wird.

Was ist Epigenetik?

Epigenetik ist ein faszinierender Teilbereich der Biologie, der untersucht, wie dein Lebensstil, Umweltfaktoren und persönliche Erfahrungen die Aktivität deiner Gene beeinflussen. Stell dir dein Erbgut (die DNA) wie das Notenblatt einer Symphonie vor. Die Gene sind die festgeschriebenen Noten. Die Epigenetik ist der Dirigent, der bestimmt, welche Instrumente bestimmte Noten laut, leise oder gar nicht spielen, um ein möglichst harmonisches Lied zu erzeugen.

Dein Einfluss auf deine Gene

Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stress, Beziehungen, Gedanken und Emotionen sind die Instrumente, die Einfluss darauf nehmen,  welche Noten, wie gespielt werden, also welche Gene ganz, etwas, oder gar nicht abgelesen werden. Ob sich die Symphonie deines Körpers rund und wohlklingend anhört oder ob schiefe Töne für Unwohlsein sorgen. Die Epigenetik zeigt uns, dass wir aktiv an unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden mitwirken können – durch bewusste Entscheidungen im Alltag.

Teste deine DNA

Schiefe Töne hat jeder in seiner DNA. Oft reichen kleine Veränderungen im Alltag schon aus, um positiv Einfluss zu nehmen. Wer es aber ganz genau wissen möchte, welche Gene einen sogenannten SNP (Single Nukleotid Polymorphismus) tragen, für den gibt es die Möglichkeit eines DNA Tests der Firma Nordic. Das Ergebnis ist meistens ziemlich spannend.

In welchen Bereichen können wir etwas verändern?

Die Epigenetik beschäftigt sich mit dem Lebensstil und wie wir positiv durch eine Veränderung dessen auf unser Wohlbefinden einwirken können. Dazu gehören:

  • Verbesserung von Schlaf und Regeneration in der Nacht
  • Bewegung, auch mit Hilfe der Yogatherapie
  • Optimierung von Ernährung, je nach dem, was dein Körper braucht. Hier gehört eventuell auch eine sinnvolle Supplementierung von Nahrungsergänzung dazu. Ebenso spielt die Messung des Vitamin D Wertes und des Fettsäureprofils eine Rolle
  • Stressmanagement, zum Beispiel durch Atemarbeit und Meditation
  • Beleuchtung von Beziehungen und sozialen Kontakten, um herauszufinden, wie sie dich beeinflussen, und ob diese noch gut für dich sind
  • Betrachten von transgenerationalen Faktoren, die dich heute in deinem Leben beeinflussen 
  •  Aufspüren und Lösen von Glaubenssätzen und Denkweisen, die dich schon dein Leben lang begleiten und dich in deinem Fortschritt blockieren.

Ein Beispiel, wie Epigenetik funktioniert

Zwei Menschen, mit derselbe genetische Veranlagung für Stress:

  • Beide erleben einen hektischen Arbeitsalltag.
  • Der erste Mensch lebt dauerhaft unter Druck, schläft wenig und findet kaum Zeit für Erholung.
  • Der zweite Mensch integriert regelmäßig Bewegung, Meditation, gesunde Ernährung und bewusste Entspannung in seinen Alltag.

Gleiche Gene, unterschiedliche Reaktionen:

  • Gesunder Lebensstil bei Nr. 2 unterstützt Gene, die mit Regeneration, Stressbewältigung und Wohlbefinden in Verbindung stehen.
  • Bei Nr. 1 können Prozesse begünstigt werden, die für das Wohlbefinden nicht zuträglich sind, oder die Belastbarkeit verringern.

Deine Gene sind nicht dein Schicksal

Unsere Gene sind nicht unser Schicksal. Unser Lebensstil, unsere Gedanken, unsere Ernährung, Bewegung und der Umgang mit Stress können beeinflussen, welche genetischen Informationen verstärkt genutzt werden. So haben wir jeden Tag die Möglichkeit, aktiv zu unserem körperlichen und seelischen Wohlbefinden beizutragen.